LIFE-NEEVE-PROJEKT
Präambel
Der Verkehr ist eine der menschlichen Aktivitäten mit dem größten Einfluss auf die Luftverschmutzung. Im Jahr 2020 berichtete die Weltgesundheitsorganisation (WHO), dass die Luftverschmutzung im Freien, die derzeit hauptsächlich aus Feinstaubpartikeln mit einem Durchmesser von 2,5 µm oder weniger besteht, die vorwiegend vom Kraftfahrzeugverkehr verursacht werden, jährlich weltweit zum Tod von 4 Millionen Menschen führt, hauptsächlich aufgrund ihrer Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System.
Laut einem aktuellen Bericht der Europäischen Umweltagentur (EUA) zu Gesundheit und Umwelt sterben in der EU jährlich mehr als 400.000 Menschen vorzeitig an den Folgen der Luftverschmutzung. Darüber hinaus schätzt die EU-Kommission die jährlichen wirtschaftlichen Kosten der Luftverschmutzung auf mindestens 330 Milliarden Euro. Dies führte zum „EU-Aktionsplan: Auf dem Weg zu null Verschmutzung von Luft, Wasser und Boden“.
- Verbesserung der Luftqualität, um die Zahl der vorzeitigen Todesfälle durch Luftverschmutzung um 55% zu senken.
- Verbesserung der Wasserqualität durch Reduzierung von Abfällen, Plastikmüll im Meer (um 50%) und Mikroplastik in der Umwelt (um 30%).
- Die Anzahl der Ökosysteme in der EU, in denen die Luftverschmutzung die Artenvielfalt bedroht, soll um 25% reduziert werden.
Zum Schutz der Luftqualität werden europäische Verordnungen (EURO) eingeführt, die Schadstoffemissionsgrenzwerte für den Verkehr regeln (z. B. EU 2018/1832). Die Anwendung strenger Emissionsvorschriften und die zunehmende Verbreitung von Elektrofahrzeugen erfordern eine stärkere Berücksichtigung der Nicht-Abgasemissionen (NEE) des Straßenverkehrs.
Zielsetzung, Forschungsmethode und Beitrag
- Ziel des NEEVE-Projekts
- Allgemeine Forschungsmethode
- Beitrag von ICER Brakes
Die übergeordnete Mission von LIFE-NEEVE besteht darin, die oben beschriebene Situation zu verbessern und Informationen, Methoden und Werkzeuge zur Reduzierung von Partikelemissionen bereitzustellen.
Das technologische Hauptziel des NEEVE-Projekts ist die Entwicklung und Demonstration innovativer Techniken und Methoden zur Messung und Reduzierung von Nicht-Abgasemissionen (Partikel und Mikroplastik) von Fahrzeug- und Straßenbauteilen (Bremsen, Reifen und Fahrbahnen).
Um die übergeordneten Ziele zu erreichen, plant das NEEVE-Konsortium die Charakterisierung, Entwicklung und Konstruktion von Echtzeit-On-Board-Messsystemen für Fahrzeuge. Diese Systeme dienen der Messung und Überwachung von Nicht-Abgaspartikeln, wie beispielsweise Partikelmasse (z. B. PM10, PM2,5), Partikelanzahl (PN), Partikelgröße und -verteilung, chemischer Zusammensetzung sowie morphologischer Analyse mittels Elektronenmikroskopie. Darüber hinaus wird das NEEVE-Konsortium umweltschonendere Fahrzeug- und Straßenkomponenten (Bremsbeläge/-scheiben, Reifen und Fahrbahnbeläge) entwickeln und in realen Pilotprojekten testen, um die Partikel- und Mikroplastikemissionen aus dem Bremssystem und der Reifen-Fahrbahn-Interaktion zu minimieren.
Einige der neuen Komponenten, wie Bremsbeläge/-scheiben und neue Fahrbahnbeläge, werden kommerziell angeboten.
ICER Brakes wird aktiv mitwirken und eine Schlüsselrolle bei der Erreichung der Ziele des Life NEEVE-Projekts spielen.
Hauptaufgaben:
- ICER liefert Standard-Bremsbeläge und -scheiben für eine erste Studie zu den Emissionen von Fahrzeugbremsen.
- ICER entwickelt außerdem ein neues Reibmaterial, das diese Emissionen deutlich reduziert.
- Darüber hinaus schlägt ICER eine auf das entwickelte Material abgestimmte Scheibenbehandlung vor, die ebenfalls die Partikelemissionen reduziert.
Mit diesem Projekt bekräftigt ICER sein Engagement für Innovation und Nachhaltigkeit und arbeitet an der Entwicklung effektiver Lösungen zur Emissionsreduzierung. So ebnen ICER und die anderen Partner im NEEVE-Projekt den Weg in eine sauberere und sicherere Zukunft für alle. Sie sind überzeugt, dass wir mit dem Einsatz dieser Technologien einen bedeutenden Beitrag zur Verbesserung der Luftqualität und zum Schutz der Umwelt leisten werden.
Projektpartner
Das NEEVE-Konsortium besteht aus 10 Partnern:
- Zentrum für Energie-, Umwelt- und Technologieforschung (CIEMAT) des Ministeriums für Wissenschaft, Innovation und Universitäten der spanischen Regierung.
- Centro Tecnológico de Construcción (CTCON).
- CHM, Obras e Infraestructuras S.A.
- Horiba Europe GmbH.
- ICER BRAKES S.A.
- Paudire Innova.
- RDT Ingenieros Madrid, S.L.
- Swedish National Road and Transport Research Institute (VTI).
- Universidad de Sevilla.
- Universidad Miguel Hernández de Elche.








